München

Wir sind der erste und bis dato einzige Reiseanbieter, der Reisen nach den Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung im Reiseland gestaltet

Reisen bildet: Socialtourist ist ein Reiseanbieter, der mit einem ganz besonderen Konzept Reisen in andere Länder ermöglicht: Reisen mit sozialer Verantwortung. Fernab der Heimat ist es Interessierten möglich, fremde Kulturen und Menschen "hautnah" zu erleben. Reisende erhalten die Möglichkeit, sich mit ihren eigenen Fähigkeiten einzubringen.

Stefan Könsgen, Gründer und Geschäftsführer und Daniel Helbig, Geschäftsführer von Socialtourist geben Antworten auf Fragen zu ihrem individuellen Reisekonzept.

Was genau ist Socialtourist?

Wir sind der erste und bis dato einzige Reiseanbieter, der in der obersten Priorität Reisen nach den Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung im Reiseland gestaltet. Unsere wichtigste Frage lautet: Wie kann unser Engagement und das unserer Kunden die Menschen unterstützen, ein selbstverantwortliches und unabhängiges Leben zu führen. In der gleichen Priorität bieten wir den Reisenden einen besonders intensiven Urlaub, der lange nachwirkt, auch im täglichen Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen. Der direkte Kontakt mit den Einheimischen und ihren alltäglichen Herausforderungen schärft das Bewusstsein für die soziale Struktur im Urlaubsland. Ein Blick unter die Oberfläche also. 

Welche Angebote verbergen sich dahinter?

Im Grunde ist unser Angebot zunächst vergleichbar mit Individualreisen in verschiedene Länder Afrikas und Europas - zur Zeit Botswana, Kenia, Südafrika und Bosnien-Herzegovina. Langfristig ist eine Erweiterung des Länderangebots geplant. Jedes Land hat seine eigenen Schätze, seine besondere Historie, aber auch Herausforderungen zu meistern. Diese Besonderheiten der Länder versuchen wir natürlich in die Reisen zu integrieren. In einem gezielt ausgewählten Projekt tauscht beispielsweise ein Kunde als Profikoch mit eigenem Betrieb seine Kenntnisse mit den Mitarbeitern einer Kinderküche aus, die täglich 40 Kinder aus dem benachbarten Dorf mit einer warmen Mahlzeit versorgen. In einem Gespräch nach dem Urlaub berichtete uns ein Kunde: „Die gemeinsame Zeit hat mir soviel Freude und Gemeinschaft bereitet, dass ich Ende des Jahres wieder dorthin hinfahre und weitermache“. Durch die bewusste Mischung aus Mitwirkung in Sozialprojekten und “Erfahren” des Landes entsteht ein ausgewogenes Verhältnis und ein - wie wir hoffen - realistisches Bild, das unsere Kunden mit nach Hause nehmen können. Wir binden lokale Tourguides und Partner direkt in die Reisekonzeption ein. Dadurch sind die Reisen stets sehr persönlich und authentisch. Natürlich kann bei Bedarf das Angebot auf konkrete Kundenwünsche zugeschnitten werden, beispielsweise durch Verlängerung der Aufenthaltstage im Projekt oder durch spezielle Programmpunkte, die in den Reiseablauf integriert werden. Als Novum gibt es bei uns einen anpassbaren Regler für den individuellen Erlebnisfaktor jeder Reise. Hier hat der Kunde je nach Wunsch und persönlichen Vorlieben die Wahl zwischen mehr Komfort, mehr Sicherheit oder mehr Kontakt.

Stefan Könsgen, Jens Nolte, Socialtourist

Stefan Könsgen, Jens Nolte, Socialtourist ReiseTravel.eu

An wen richten sich die Reisen konkret?

Unsere Zielgruppe sind grundsätzlich alle Reisenden, die sich nicht als “außenstehenden” Touristen, sondern eher als Freund und Unterstützer verstehen. Das sind unter anderem Menschen, die neben dem stressigen Job und Geschäftsleben eine neue Herausforderung suchen. Darüber hinaus aber auch Pensionäre und Rentner, die nach dem Beruf Ihrem Leben einen weiteren Sinn geben und ihre Erfahrung weitergeben möchten. Zudem sprechen wir mit unserem Angebot auch Schulen an, die eine Klassenfahrt mit sozialem Engagement kombinieren und damit den Schülern eine veränderte Sichtweise auf die Welt ermöglichen.

Wo liegt der soziale Aspekt bei Socialtourist?

Hier gibt es unterschiedliche Aspekte. Zum Einen verfolgen wir als Social Business den Anspruch - nach dem Vorbild von Mohammed Yunus - zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beizutragen. Profite werden ausschließlich für den Ausbau der Geschäftsidee verwendet. Lokale Partner und der Besuch sozialer Projekte sind dabei zum Anderen fester Bestandteil jeder Reise. Mit diesem Ansatz erzielen wir eine dreifache Wirkung: Ein Teil der Reisekosten unterstützt unsere lokalen Reiseführer, Kleinunternehmer und deren Familien. Ein zweiter Teil unterstützt Familien durch die Übernachtung und Verpflegung der Gäste. Ein dritter Teil ist die direkte Beteiligung der Reisenden in Projekten, die ihre persönlichen Talente und ihr Wissen einbringen und es somit weitergeben. 

Wie teuer ist eine solche Reise ungefähr?

Durch schlanke Strukturen und konsequente Einbindung lokaler Partner sind wir absolut wettbewerbsfähig und erzielen dabei zudem die aufgezeigten positiven Effekte. So ist ein Angebot in Europa, beispielsweise in Bosnien-Herzegowina bereits für 790 Euro (eine Woche) und in Afrika, zum Beispiel in Kenia bereits ab 1999 Euro (zwei Wochen) buchbar. Mit hoher Transparenz der realen Kosten und deren Verteilung möchten wir dafür sensibilisieren, dass ein unfairer und zudem günstiger Preis unmittelbar auf die Lebenssituation der Partner einwirkt. So ist in den Kostenkalkulationen der Socialtourist GmbH sichergestellt, dass die lokalen Partner und Familien ein selbstbestimmtes Leben führen können, das auch Schul,- und Weiterbildungsmöglichkeiten beinhaltet. Wir finden es wichtig, dass die Reisenden diesen Zusammenhang erkennen und schätzen. 

Welchen Nutzen bringt der Socialtourist für die Menschen vor Ort?

Nun der offensichtliche Aspekt ist die finanzielle Unterstützung der eingebundenen Partner. Uns geht es dabei allerdings vielmehr um die langfristigen Effekte. Was kann durch konsequente Einbindung der Gemeinschaften vor Ort und durch diese Form von Tourismus bewegt werden? Um diese Frage auch empirisch beantworten zu können, untersuchen wir - gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-Universität München, Fachbereich Ethnologie - am Beispiel der Massai in Kenia die tatsächlichen Auswirkungen. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in der Konsequenz unmittelbar in die künftige Reisekonzeption ein. Damit ist auch hier ein Unterschied zum klassischen Reiseanbieter erkennbar. 

Und was nimmt der Reisende für sich mit? Welche Erfahrungen sind möglich?

Unser Kunde kommt als Tourist und geht als Freund. Jeder nimmt aber letztlich das mit, was er bereit ist auch anzunehmen. Erste Erfahrungen haben uns gezeigt, dass das ganz vielfältig sein kann: Eine andere Sichtweise auf den eigenen sozialen Status, etwas mehr Bescheidenheit, das Gefühl von tiefer Verbundenheit, aber auch der Stolz eine neue Fähigkeit an sich entdeckt zu haben, können neue Erfahrungen sein. Weiterhin entdecken manche ihr Talent zu improvisieren, offener auf andere Menschen zuzugehen oder einfach das schöne Gefühl etwas von sich gegeben zu haben. 

Vielen Dank.

Socialtourist.com wurde im Jahr 2013 von Jens Nolte Diplom-Kaufmann und Stefan Könsgen Diplom-Ing. Umwelttechnik gegründet. Die Idee entstand aus dem Grundgedanken, dass Reisen sehr bereichernd, positiv und vielfältig ist. Die Gründer betrachten dies als ein Geschenk, von dem sie der einheimischen Bevölkerung etwas zurückgeben möchten. Dabei setzen sie auf langfristige Unterstützung und haben bisher ausschließlich positives Feedback von Kunden, Partnern und Beteiligten bekommen. www.socialtourist.com

Ein Beitrag für ReiseTravel von Marion Döbber.

Marion Doebber ReiseTravel.euUnsere Autorin lebt und arbeitet als freie Autorin in Mühlhausen und ist eine begeisterte Globetrotterin.

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