Ulanbator

Im Reich von Dschingis Khan mit viel Natur und großer Gesichte

Internationale Tourismusbörse (ITB) mit der Mongolei als Partnerland: Wer sich für die Traditionen dieses Landes interessiert, aber auch besondere Naturerlebnisse sucht, sollte die Mongolei bereisen. Zweimal wöchentlich wird von Berlin aus die Hauptstadt Ulaanbaatar mit einem Zwischenstopp in Moskau angeflogen; im Sommer sollen dann zusätzlich zwei Direktflüge angeboten werden. Auch von Frankfurt am Main wird Ulaanbaatar zweimal wöchentlich im Direktflug erreicht. Wer nicht mehr als 30 Tage das Land besucht, benötigt kein Visum.

Die Hauptstadt, der rund 3 Millionen Einwohner, präsentiert sich mit ihren Gegensätzen. Obwohl das Nomadenvolk in der Mehrzahl inzwischen sesshaft geworden ist, haben viele ehemalige Viehhirten am Rand der Stadt ihr traditionelles Rundzelt, die Jurte, aufgebaut. Im Zentrum von Ulaanbaatar dominieren jedoch Hochhäuser das Stadtbild, insbesondere der 105 Meter hohe Blue Sky Tower, ein architektonisches Vorzeigeprojekt der zeitgenössischen Baukunst. Wer die Sehenswürdigkeiten der mongolischen Hauptstadt und ihre Museen besuchen will, kann in den internationalen Hotels wie Kempinski, Best Western, Shangi-La oder Ramada übernachten.

Verschiedene ethnische Gruppen leben in der Mongolei friedlich zusammen. Im Norden die Tsaaten mit ihren Rentierherden und ziehen ständig zu den Futterplätzen um.  Am Khuvsgul-See findet alljährlich Anfang März das Eisfestival statt, bei dem die Gäste das Leben der Rentiernomaden kennenlernen können. Die Nomaden pflegen auch den mongolischen Kehlkopfgesang und den Langtongesang Urtiin Duu. Beide Gesangsformen gehören seit 2011 zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO.

Rund 40.000 Buriaten leben ebenfalls in der nördlichen Mongolei, aber auch in Russland und in China. Sie leben in Blockhäusern und betreiben Landwirtschaft. Im Juli feiern sie ihre Traditionen mit Wettkämpfen im Bogenschießen und Ringen sowie traditioneller Musik und Tänzen. Im Nordwesten lebt die Minderheit der Kasachen, deren Bräuche sich aufgrund ihres islamischen Glaubens von denen der übrigen Mongolen unterscheiden. Sie pflegen eine enge Bindung zu ihren Adlern, die wie ein Familienmitglied behandelt werden. Jeweils im März und Oktober findet das Fest der Adlerjagd statt, bei dem die Geschicklichkeit der einzelnen Adler, wie Geschwindigkeit, Beweglichkeit und Genauigkeit, ermittelt wird.

Im Westen der Mongolei leben weitere unterschiedliche Bevölkerungsgruppen. Während des Naadam-Festes am 11. Juli kommen viele dieser Gruppen in ihren Trachten in der Hauptstadt zusammen und messen sich bei Pferderennen, im Ringen und Bogenschießen.

„Nomadic by Nature“ ist das Motto für ganz besondere Naturerlebnisse. 24 Nationalparks gibt es in der Mongolei: Im Westen der 1996 gegründete Nationalpark Altai Tavan Bogd mit dem gleichnamigen höchsten Berg und tiefen Tälern. 100 Kilometer westlich von Ulaanbaatar befindet sich der Khustai-Nationalpark, eine hügelige Graslandschaft in der sich die wilden Takhi-Pferde aufhalten, die in den 1990er Jahren wieder angesiedelt wurden. Aber auch Rentiere, Füchse, Wölfe und andere wilde Tiere leben hier.

Zum UNESCO-Welterbe wurde der Uvs-Nuur-See im Westen der Mongolei erklärt. Mit einer Fläche von 3.350 Quadratkilometer ist er der größte See des Landes, aber auch einer der größten Binnenseen in Zentralasien. Auch das Orkhon-Tal gehört zum UNESCO-Welterbe. Es war das Zentrum des Mongolischen Reiches. Hier befand sich die Hauptstadt Kharakhorum, deren Bau Dschingis Khan initiierte.  Die Reste können heute noch besichtigt werden.  Ebenfalls sehenswert ist die Wüste Gobi, in der in den 1960er Jahren zahlreiche Dinosaurier-Skelette gefunden wurden. Neben Sanddünen, steilen Felsen und der Felsformation Tsagaan Suvaarga (Weiße Stupa) in Mittelgobi, können Fata Morganas die Reisenden des öfteren narren. Die Felsformation der Weißen Stupa ähnelt einer altertümlichen Ruine; bei Platzregen fließt das Wasser an den steilen Klippen herunter und es entsteht der Eindruck eines riesigen Wasserfalls. Tausende weißer Gazellen ziehen durch die endlose Steppenlandschaft im Osten der Mongolei in den Provinzen Dornod und Sukhbaatar, in der auch Skulpturen aus dem 13. und 14. Jahrhundert zu finden sind. Die Figuren stellen meist auf einem Stuhl sitzende Männer dar. Über ihren Sinn und Zweck rätseln die Forscher noch heute. 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press

Edelgard Richter ReiseTravel.euEdelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern.

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