Frankfurt

Manager der Reiseindustrie fordern Einschränkung des Streikrechts

Gewerkschaften haben den Bogen überspannt: Kein Pardon für Lokführer und Piloten. Mit ihren Streikmaßnahmen haben die in der Gewerkschaft der Deutschen Lokomotivführer GDL organisierten Lokomotivführer und die in der Vereinigung Cockpit organisierten Piloten die deutsche Reiseindustrie gegen sich aufgebracht.

Die Manager der Reiseindustrie fordern die Bundesregierung auf, die Streikmöglichkeiten für die beiden Berufsgruppen einzuschränken. Nach einer Umfrage durch den Travel Industry Club sind die Entscheider der Reisebranche überzeugt, dass das Image des Reiselandes Deutschland durch den Streik geschädigt wird.

Nach der veröffentlichten Umfrage haben 92 Prozent der Befragten kein Verständnis für die Streikmaßnahmen der Vereinigung Cockpit; 88 Prozent zeigen kein Verständnis für die Streikmaßnahmen der GDL-Lokführer. Nach Einschätzung von 90 Prozent der Manager nutzt die GDL die Streiks ausschließlich für den Sieg im Machtkampf mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG. Ähnlich deutlich fällt die Bewertung des Verhaltens der beiden Berufsgruppen aus: In den Augen von 91 Prozent der Ende Oktober 2014 befragten Manager haben Piloten und Lokführer "den Bogen überspannt".

79 Prozent der vom Beratungsunternehmen MANUFACTS Research & Dialog im Auftrag des Travel Industry Club befragten Manager sehen den Gesetzgeber aufgefordert, hier einzugreifen und die Hürde für Streiks entsprechend höher zu legen. Und 76 Prozent der insgesamt an der Umfrage beteiligten 232 Entscheider aus der Reiseindustrie plädieren dafür, die Streikmöglichkeiten der beiden Berufsgruppen aufgrund der vitalen Bedeutung für die Aufrechterhaltung der Verkehrsinfrastruktur einzuschränken.

Für die Entscheider der Reiseindustrie ist die Frage bereits beantwortet, wer für die Zeche für den Fall aufzukommen hat, wenn sich die Gewerkschaften mit ihren Forderungen durchsetzen sollten. Nach Ansicht von 93 Prozent der Befragten würden die Deutsche Bahn und die Deutsche Lufthansa die Mehrausgaben an die Kunden weitergeben.

Dirk Bremer, President des Travel Industry Club: "Das Votum der Manager aus der Reiseindustrie könnte deutlicher nicht ausfallen. Bei allem Respekt vor der Tarifhoheit in Deutschland: Jetzt ist es an der Bundesregierung, entsprechende Vorkehrungen zu treffen und weiteren Schaden von unserem Land abzuhalten. Hier wird aktuell eine ganze Nation von zwei Gewerkschaften mit wenigen tausend Mitgliedern mit dem Ring durch die Nase durch die Arena gezogen."

Der Travel Industry Club wurde im Jahr 2005 gegründet und hat sich als unabhängiger und einziger Wirtschaftsclub etabliert, in dem Macher und Beweger sämtlicher Segmente der Reisebranche organisiert sind. Die rund 670 persönlichen Mitglieder (Stand November 2014) sind führende Köpfe der Reisebranche. Zu den Mitgliedern gehören Führungskräfte von Verkehrsträgern, Hotellerie, Reiseveranstaltern, Reisemittlern, Flughäfen, Verbänden, Technologieanbietern, Versicherungen und Beratungsunternehmen sowie Pressevertreter und akademische Lehrbeauftragte. Der Club versteht sich als innovativer "Think Tank" der Branche und hat sich zum Ziel gesetzt, die wirtschaftliche Bedeutung der Reiseindustrie stärker ins Licht der Öffentlichkeit, der Medien und der Politik zu rücken. Bei verschiedenen Veranstaltungsformaten werden zukunftsweisende, wirtschaftlich relevante, gesellschaftspolitische und wissenschaftliche Themen in die breite Diskussion gebracht. Der Travel Industry Club ist die zentrale Netzwerk- und Kommunikationsplattform für die Entscheider der Reiseindustrie und der im Wertschöpfungsprozess verbundenen Unternehmen, zeichnet Persönlichkeiten sowie herausragende Leistungen der Branchenteilnehmer aus und schafft die Bühne für eine gebührende öffentliche Wertschätzung der Branchenbelange. www.travelindustryclub.de.

Von Mareen Lipkow.

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