Taschkent

Usbekistan verfügt über reiche Bodenschätze

Gemeinsamkeiten von beiden Ländern: Usbek bedeutet wortwörtlich „ich bin mein eigener Herr, ich bin nur von mir abhängig“, das zeigt, dass die Usbeken auch mit dem Wort „Herr“ verwandt sind. Orientalische Hermanen leben im dem heutigen Usbekistan. Eine weitere Gemeinsamkeit kann man aus dem historischen Standpunkt zeigen: Die Archäologen haben in dem südlichen Teil von Usbekistan uralte Ausgrabungen entdeckt, die auf die Neandertaler  Zeit zurückweisen. In dem Zeitpunkt, als sich  in Deutschland moderne menschliche Form entwickelt hat, gab es in Usbekistan auch zivilisierte Form des menschlichen Lebens.

Nach dem Zerfall von der Sowjetunion haben wir Möglichkeit in unsere Hand bekommen, mit den westlichen Ländern unabhängig den Kontakt anzuknüpfen, Deutschland stand schon am Anfang im Vordergrund. Warum nicht? Deutschland ist das Land von guten Ideen, klugen Köpfen und führender Technologie. Die wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit hat angefangen fortschrittlich zu wachsen. Deutschland hat einiges, was Usbekistan nicht hat, und gleichzeitig hat Usbekistan einiges, worüber Deutschland nicht verfügt. So hat man angefangen Lücken zu füllen und zusammen ist man ja gefüllt, man braucht einander, das spürt man von Tag zu Tag.

Ich zähle zunächst einmal die deutschen Organisationen und Firmen, die in der Gegenwart in Usbekistan in Betrieb sind:

GIZ- Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ- Gesellschaft für technische Zusammenarbeit

DAAD- Deutsche Akademischer Austauschdienst

Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Taschkent

Goethe Institut in Taschkent

Knauf- Produktion der Gipskartons in der Stadt Buchara

Fridrich-Ebert-Stiftung

Konrad-Adenauer-Stiftung

Robert-Bosch-Stiftung

MAN- Maschinen Augsburg Nürnberg in Samarkand

Bierregen- deutsche Bierbrauerei in Taschkent und andere…

Mich interessiert vor allem die Entwicklungszusammenarbeit zwischen beiden Ländern, es ist schon klar, dass EU und vor allem Deutschland in Usbekistan wirtschaftliche Interesse auch hat. Usbekistan verfügt über reiche Bodenschätzen, die nur durch die führende Technologie erkundet und gefördert werden können. Die Projekte sind in Gange und Pläne werden in allmählich realisiert. Diejenigen, die Deutsch können, werden dadurch bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.

Natürlich gibt es  genug Usbeken in Deutschland auch, obwohl die Statistik niemals die absolute Wahrheit sagen kann, ist dennoch laut der Statistik die Zahl der Usbeken, die zurzeit in Deutschland leben, bereits 9000 geworden. Das ist schon eine Menge. Das sind meistens Aupairmädchen, Austauschstudenten, Sprachpraktikanten des freiwilligen und des bundesfreiwilligen Dienstes und die Reisende. Da Deutschland das Land der Leute, die höheren Bildungsgrade haben, werden die Zahl der Kulturreisenden in Usbekistan von Jahr zu Jahr höher. Tourismus wächst in meinem Land rasant, das bringt mit sich nicht nur finanziellen Vorteil, sondern auch einige Verantwortungen, die unbedingt übernommen werden sollen. Oft gestellte Fragen von unseren deutschsprachigen Gästen würde ich gerne unten zeigen: Warum ist überall so exzellent sauber, ist die Politik der heutigen Regierung oder ist das die typische Mentalitätseigenschaft des usbekischen Volkes?

Euer Volk ist unglaublich freundlich, werdet ihr das so aufbewahren können, auch wenn der Tourismus nach vorne geht?

Warum tragen die einfachen Leute Goldzähne, ist das eine Wohlstandsdemonstration?

Welche Amtssprache habt ihr? Ist die Schrift immer noch kyrillisch bei euch?

Habt ihr keine größere Geldscheine, wie wird man denn Geld transportieren, wenn man eine Wohnung kaufen will?

Übrigens, die usbekische Währung wird in der deutschen Bundesdruckerei gedruckt. Zusammenfassung: Deutsch-usbekische Beziehungen entwickeln sich von Jahr zu Jahr, kulturelle Annäherung bereichert die beiden Völker effektiv, Bildungspartnerschaften zeigen Perspektive, wirtschaftliche Handlungen versorgen Arbeitslosen mit dem Arbeitsplatz und das wichtigste liegt einfach darin, dass man selten die interkulturellen Missverständnisse erlebt hat, obwohl man geographisch sehr weit voneinander distanziert ist.

Als Reiseleiter habe ich eine Lehre aus der deutsch-usbekischen Freundschaft gezogen, und das will gern mit meinen Lesern teilen: Es ist schon an der Zeit, an die Traditionen der ehemaligen Seidenstraße zu denken und uns daran zu halten. Es ist schon an der Zeit, die Globalisierung der damaligen Art wiederzubeleben, anstatt den gegenseitigen Kulturkampf immer wieder weiter eskalieren zu lassen. Es ist schon an der Zeit, den friedlichen Weg des kulturellen  Austausches positiv zu entwickeln. Nur so können wir uns die zukünftige Euro-asiatische Union in einer Perfektion Form vorstellen.

Ein Beitrag für ReiseTravel von Mels Hakimov.

Mels Hakimov ReiseTravel.euUnser Autor wurde in Buchara geboren, studierte in Kassel Germanistik und arbeitet in Usbekistan als Dolmetscher sowie Reiseleiter. Er ist Autor wissenschaftlicher Artikel zum Thema: „Anglizismen im Deutschen am Beispiel der Jugendsprache“, Verlag Taschkent. Mels Hakimov ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt in der Hauptstadt Taschkent.

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