Shavkat Mirziyoyev

Shavkat Mirziyoyev hat die Präsidentenwahlen in Usbekistan gewonnen: Geheime Wahlen!

Neuer Präsident: Usbekistan, das Land an der Seidenstraße, ist noch ein sehr junges Land, im Jahre 1991 erlangte es die Unabhängigkeit. Seit Anfang an war Islom Karimov das Staatsoberhaupt des zentralasiatischen Landes. Im September 2016 ist der erste Staatspräsident verstorben.

Letzte Ruhestätte von Islom Karimov in Samarkand:

Usbekistan Wahl by ReiseTravel.eu 

Gemäß der usbekischen Verfassung fanden Neuwahlen statt. Vier Bewerber traten an, um die Nachfolge von Islom Karimov anzutreten. Hätte keiner die absolute Mehrheit der Stimmen im ersten Wahlgang erzielt, müsste eine Stichwahl der beiden Bestplatzierten die Entscheidung in einem zweiten Wahlgang herbeiführen. Dazu ist es nicht gekommen, weil bereits im Ersten Wahlgang der Sieger feststand. Zum Präsidenten von Usbekistan wurde der Kandidat der Liberaldemokratischen Partei von Usbekistan (Bewegung der Unternehmer und Geschäftsleute) Shavkat Mirziyoyev, gewählt. Auf ihn entfielen 88,61 Prozent der Wählerstimmen. Er kam 1957 zur Welt. An der Universität Taschkent studierte er erfolgreich Mechanisierung und Bewässerungstechnik der Landwirtschaft. Sein Studium beendete Shavkat Mirziyoyev als Diplom-Ingenieur. Später war er als Hochschullehrer tätig. Im Jahre 2003 berief man ihn zum Premierminister Usbekistans. Von 1999 bis 2004 gehörte er dem Parlament an. In der Zeit von 2001 bis 2003 leitete er die Verwaltung in Samarkand. Nach dem Tod von Islom Karimov war Shavkat Mirziyoyev zum provisorischen Staatsoberhaupt ernannt worden.

Journalisten und TV Reporter führen ein Interview mit Dr. Michael Borchmann aus Wiesbaden:

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Internationale Wahlbeobachter und Medienvertreter aus aller Welt waren in Usbekistan vor Ort: Unregelmäßigkeiten konnten nicht ausgemacht werden. In der 25-jährigen Geschichte des Landes ist es erst der zweite Staatspräsident. Shavkat Mirziyoyev kündigte an, den eingeschlagenen Weg seines Vorgängers fortzusetzen.

ReiseTravel Fact: In Westeuropa mag man auf den ersten Blick über ein Ergebnis von fast 89 Prozent staunen, zumal bei demokratischen Wahlen. Nun muss man aber zuerst einmal den Blick in die Bundeshauptstadt Berlin richten. Bei der Bundestagswahl 2013 kam die CDU/CSU auf knapp 41,5 Prozent und die SPD auf 25,7 Prozent. Die Große Koalition regiert Deutschland also mit 67,2 Prozent und das bedeutet: Mehr als die Zweidrittelmehrheit aller deutschen Bundestagsabgeordneten gehören der Regierungskoalition von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die zugleich als CDU-Vorsitzende fungiert, und Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, der zugleich SPD-Bundesvorsitzender ist, an. Wenn Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) im Februar 2017 im Bundestag bei der Bundesversammlung zum Amt des deutschen Staatsoberhaupts sich wählen lassen möchte, unterstützen ihn die Delegierten der CDU, CSU und SPD. Da ist die einzige Frage: Kommt der Kandidat Frank-Walter Steinmeier auf eine Zweidrittel- oder Dreiviertelmehrheit? In Usbekistan wählt jeder einzelne erwachsene Bürger den Staatspräsidenten, in Deutschland die Bundestagsabgeordneten und die ausgewählten Vertreter der 16 Bundesländer das deutsche Staatsoberhaupt. Eine Frage ist ja auch berechtigt: Welche Wahl ist „gerechter?“ Die Wahl, wo jeder Bürger den neuen Staatspräsidenten wählen kann oder eine parlamentarische Vertretung dies übernimmt? Da gibt es aber mit Sicherheit viele unterschiedliche Antworten, die alle ihre Berechtigung haben.

Ein Beitrag für ReiseTravel von Volker T. Neef.  

Volker T. Neef ReiseTravel.euUnser Autor berichtet aus der Bundeshauptstadt und ist in Berlin wohnhaft.

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