Colombo

Mit „Mein Schiff 5“ auf der tropischen Tee-Insel

Das Thermometer leckt schon in den Morgenstunden an der 30-Grad-Marke. Die Behörden rollen für Besatzung und Passagiere der „Mein Schiff 5“ an diesem Novembertag den roten Teppich aus. Am Pier stimmen eine Tanz- und Trommelgruppe die Besucher aus Deutschland, der Schweiz und Österreich mit Folkloredarbietungen auf ihre gebuchten Landausflüge ein. Eingefangen werden diese Momente auf dem riesigen Container-Hafengelände vor der Hauptstadt Colombo von Fernsehteams, Pressefotografen und Reportern.

Wie Kapitän Ioannis Anastasiou bei seiner abendlichen Durchsage später mitteilen wird, gibt sich an jenem Vormittag sogar der für den Tourismus auf Sri Lanka verantwortliche Minister auf dem Kreuzfahrtschiff die Ehre.

Das Land wirbt um Touristen aus Europa

Tempel Zahn in Kandy

Tempel Zahn in Kandy

Wie Reiseleiter gegenüber ihren Gästen betonten, ist die „Mein Schiff 5“ an jenem Tag das erste große Kreuzfahrtschiff überhaupt, dass seit Ausbruch der Corona-Pandemie die Tee-Insel im Indischen Ozean angefahren hat. Mehr als zweieinhalb Jahre war Sri Lanka vom Tourismus abgeschnitten. Corona und jetzt die Wirtschaftskrise haben die Insel schwer getroffen.

„Erzählen Sie Ihre Eindrücke zuhause weiter. Werben Sie für uns. Die Wirtschaft von Sri Lanka ist auf den Tourismus angewiesen“, flehen die deutschsprachigen Fremdenführer. Er sei die einzige Einnahmenquelle neben dem Teeexport. Die Bitte klingt wie ein Hilferuf.

Obwohl die Straßen nach wie vor mit gebrauchten Fahrzeugen aus Japan und China überfüllt sind, können die Menschen hier die Spritpreise nicht mehr schultern. Die hätten sich innerhalb weniger Wochen verdreifacht. Gefühlt liege die Inflationsrate auf Sri Lanka bei 80 Prozent.    

Wir waren vor 43 Jahren 14 Tage auf Sri Lanka, hatte uns damals ein Taxi gemietet und die Insel auf eigene Faust erkundet. Jetzt stellen wir fest: Groß verändert hat sich nichts in all den Jahren. Die Menschen auf der Insel sind nach wie vor freundlich. Die Landschaft blieb weitgehend von menschlichen Eingriffen verschont. Vor allem auf dem Land ist von Fortschritt nichts zu spüren.  

Vielleicht trügt das Bild.

Sri Lanka

Wer mit dem Kreuzfahrtschiff anreist, dem bleiben meist nur ein oder zwei Tage Zeit für eine Besichtigung. Viel zu wenig Gelegenheit also, in die Seele des Landes einzutauchen. Wir hatten einen Ausflug in die Königsstadt Kandy gebucht.

Die Entfernung von der Hauptstadt Colombo beträgt nur etwas mehr als 100 Kilometer. Wir haben während der gesamten Strecke das Gefühl, dass wir uns nach wie vor in den Vororten der Hauptstadt zu befinden. Das täuscht aber. Die Menschen wohnen bevorzugt an der Straße. Unmittelbar hinter der Häuserreihe befindet sich der Urwald.

Die Anreise zum „Tempel des Zahn“, wo von den Gläubigen ein Backenzahl Buddhas verehrt wird, dauert über drei Stunden. Bei der Weiterfahrt zum weltberühmten botanischen Garten von Kandy werden wir von zwei Polizeimotorrädern eskortiert. Die Behörden wollen nichts dem Zufall überlassen. Sri Lanka ist sehr um die Sicherheit seiner Touristen bedacht.

Abends legt die „Mein Schiff 5“ ab und fährt weiter nach Hambantota im Süden der Insel. Die Hafenanlage ist ein wichtiges Infrastrukturprojekt Chinas. Von hier aus bieten sich Tagesexkursionen in den nahen Yala-Nationalpark an.

Sri Lanka

Yala-Nationalpark

In offenen Geländewägen erleben die Gäste in einer atemberaubenden Landschaft Elefanten, Krokodile, Wasserbüffel, Affen und Varane. Mit etwas Glück auch einen der etwas seltenen Leoparden.

Wer mehr von Sri Lanka sehen will, sollte eine Rundreise buchen und die wunderschönen Teeplantagen besuchen. Auch die bemalten Felsen von Sigiriya, die Tempelanlage von Anuradhapura, Dschungel und tolle Strandhotels. Oder die Moderne der Hauptstadt Colombo. 

Ein Beitrag mit Foto für ReiseTravel von Helmut Kunz.

Helmut Kunz Unser Autor wohnt in Weiden.

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