Madrid

Die UNO hat 2017 zum Jahr des nachhaltigen Tourismus auf Nachhaltigkeit gesetzt und Spanien hat das Thema übernommen. Den Auftakt dazu bildete die FITUR, die Tourismusmesse Spaniens in Madrid!

Reisen, genießen und die Natur respektieren: Das Motto ist „Viaja, disfruta y respeta“ – Reise, genieße und respektiere. Dabei sollen vor allem die ökonomischen und sozialen Umwelt-Auswirkungen berücksichtigt werden. Nachhaltigkeit ist die eine Möglichkeit, dass der Tourismus auf lange Zeit überhaupt existieren kann. Begriffe wie „Eco-friendly“ und Eco-Tour“ begleiten ausgewogene Urlaubsangebote, die die Umwelt nicht belasten sollen. Wird der Begriff Nachhaltigkeit auf die Natur bezogen, das versteht jeder, denn die Natur ist der Hauptanziehungsfaktor für den Urlaub. Spanien besitzt 15 Nationalparks, 48 Bioshären-Reservate und zehn Geoparks.

Ruta La Sierra del Rincón

Die Sierra im Nordwesten von Madrid ist seit 2005 Biosphärenreservat. Fünf Gemeinden liegen in dem Gebiet. Es sind Orte, in denen die Zeit stehen geblieben ist. Der kleinste und ursprünglichste Ort ist La Hiruela auf 1.200 Meter Höhe am Jarama gelegen. Nur 55 Einwohner leben dort noch in Lehm- oder Holzhäusern. Im Biosphärenreservat „Hayedo de Montejo“ findet man auf ein nahezu unberührtes Ökosystem mit Buchen, 100jährigen Steineichen, Pinien, Weiden und rund 1.000 verschiedenen Pflanzen- und Tierarten. Dazu kann man alte Mühlen, lokale Museen und kleine Kirchen besuchen. Der nachhaltige Tourismus ist eine Chance für noch unberührte Regionen.

Null Spuren

Im Mai startet auf der Insel Teneriffa das Walking-Festival „Huella cero“, keine Spuren, das heißt, es sollen keine Spuren hinterlassen werden. Entstehende Emissionen sollen durch Neu-Anpflanzungen von einheimischen Pflanzen ausgeglichen werden. Insgesamt werden 20 verschiedene Tagesrouten angeboten. Fünf Wanderungen davon führen auf Küstenwergen entlang, zehn durch die Vulkanlandschaft und fünf durch die grüne Natur.

Hotels mit Ethikkodex

Die Hotelkette Fuerte Hoteles in Andalusien hat sich dem Welt-Ethikkodex für Tourismus WTO verschrieben. Für die Fundamente der Hotels sollen ökologische Abdichtungssysteme verwendet werden. Umweltschädliche Baumaterialen sollen gänzlich vermieden werden. Für die Fassaden sollen keine Plastikfarben mehr verwendet werden. Papier, Karton, Glas und Plastik sollen recycelt werden.

Sol y Playa

Der große Renner im spanischen Angebot ist nach wie vor das Produkt „sol y playa“ – Sonne und Strand. Das ist die gefragteste Art Urlaub zu machen. Kein Wunder, dass dabei die Kapazitäten in den Hochsommer- und Ferienmonaten Juli und August ausgelastet sind. Über das Jahr verteilt wächst aber die Nachfrage in den Bereichen Wandern und Radtouren. Auch der Abenteuer-, Kultur-, Städte-, Land-, Sprach- und Pilgertourismus ist inzwischen schon terminlich über das ganze Jahr verteilt. Die Angebote in der Nebensaison werden immer stärker angenommen. Allein im Dezember 2016 gab es schon eine Steigerung der Touristenzahlen um 13 Prozent.

Picasso’s „Guernica“ wird 80

Das Museum Reina Sofia in Madrid besitzt rund 18.000 Werke von Pablo Picasso. Ohne Zweifel ist das Gemälde „Guernica“ Pablo Picasso’s berühmteste Gemälde und das Zentrum der Ausstellung in diesem Jahr. Das Museum widmet dem vor 80 Jahren gemalte Bild „Guernica“ eine Sonderausstellung mit dem Thema „Piedad y Terror en Picasso“ – Erbarmen und Terror bei Picasso. Das Gemälde „Guernica“ bezieht sich auf die Bombardierung des baskischen Ortes Guernica am 26. April 1937 durch die deutsche Legion Condor.  

Spanien Tourismus www.spain.info

Ein Beitrag mit Fotos für ReiseTravel von Gabi Dräger.

Gabi Draeger ReiseTravel.euUnsere Autorin Gabi Dräger zeichnet bei ReiseTravel verantwortlich für die Redaktion Reise. Ihr Thema sind die Berge. Sie lebt und arbeitet in München. gabi@reisetravel.eu

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