Berlin

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist einmalig in Deutschland und auch in Europa: Wissen für Morgen!

Forschung und Entwicklung: Mit dem Aufbau von sieben neuen Forschungsinstituten an 20 Standorten sind es nunmehr insgesamt 40 Institute, die sich mit Forschung beschäftigen werden. Rund 8.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dort beschäftigt. 2017 war ein außerordentlich erfolgreiches Jahr“, erklärte Frau Professor Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR. „Im Jahr 2018 beginnen wir, die DLR-Strategie 2030 umzusetzen. Diese zielt darauf ab, die Kernkompetenzen der DLR in der Luft- und Raumfahrtforschung zu stärken, die Energie-, Verkehrs- und Sicherheitsforschung auszubauen und Synergiepotenziale zwischen den Forschungsbereichen stärker zu nutzen“, erläuterte die Präsidentin. „Neu hinzukommt der Querschnittsbereich Digitalisierung mit interdisziplinären Projekten“. 

Der Querschnittsbereich Digitalisierung im DLR umfasst in diesem Jahr acht Projekte, die mit einem Gesamtbudget von rund 40 Mio Euro ausgestattet sind. Dazu gehören unter anderem die intelligente Mobilität und Robotik, virtuelle Zulassungsverfahren, Cyber-Sicherheit sowie der Bereich Data Science. Für den Klimaschutz und die Energiewende bearbeitet des DLR interdisziplinär die Themen alternative Brennstoffe und Energiespeicher.

Damit leistet die DLR ihren Beitrag zu den großen Themen der Gegenwart. Gleichzeitig wird eine stärkere Unterstützung der Unternehmen angestrebt. Vorreiter bei der Entwicklung neuer Technologien ist die Raumforschung. Satelliten werden die Landmasse der Erde in drei Dimensionen vermessen. Damit wird unter anderem die Abschmelzung der Gletscher dokumentiert. Ein Schwerpunkt wird die Mission von Alexander Gerst sein, der 45 Tage im All verbringen und rund 80 Experimente durchführen wird.

Professor Dr.-Ing. Karsten Lemmer, DKL-Vorstand für Energie und Verkehr, berichtete über wichtige Forschungsvorhaben in nächster Zeit. Ein Beitrag zur Energiewende ist das Ziel, Treibstoffe CO2-neutral chemisch so herzustellen, dass bei ihrer Verbrennung keine oder zumindest weniger Schadstoffe wie Rußpartikel und Stickoxide entstehen. Zudem beschäftigt sich das DLR mit der Frage wie die Energieversorgung gesichert werden kann, wenn Wind und Sonne fehlen. Batterien sind für eine Langzeitspeicherung nicht geeignet und die bisher installierte Leistung einzelner Pumpspeicherwerke in Deutschland reicht nicht aus. Um kostengünstige und nahezu verlustfrei arbeitende Energiespeicher zu entwickeln werden zwei Testlabore aufgebaut. Ziel der Forschungsarbeiten sind Energiespeicher, die große Mengen an elektrischer Energie aufnehmen und wieder abgeben können, damit in Zukunft ortsunabhängige und kostengünstige Speicher im Kraftwerksmaßstab zur Verfügung stehen.

Auf einem für 2018 geplanten Testfeld von 280 km in Niedersachsen sollen innovative Fahrerassistenzsysteme sowie das automatisierte und vernetzte Fahren erprobt werden. Professor Lemmer wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich das automatisierte Fahren bereits an der Grenze zur Serienreife befindet. Alternative Antriebe für eine neue Generation von Autos stehen ebenso im Fokus der Forschungen des DLR, insbesondere beschäftigt man sich mit Brennstoffzellen, die eine längere Fahrstrecke erlauben. Des Weiteren wird an effizienten Strom—Wärme-Strom-Speichern und an der Energievernetzung gearbeitet. Auf der Hannover Messe im April 2018 wird das DLR solche Lösungen vorstellen.

Alexander Gerst wird fotografiert von Brigitte Zypries - Bundesministerin für Wirtschaft und Energie:

Astronaut Alexander Gerst by ReiseTravel.eu

Ein weiteres Highlight wird die ILA Berlin 2018 auf dem Berlin ExpoCenter Airport vom 25. bis 29. April 2018 sein, wo sich die Welt der Luft- und Raumfahrt trifft. Es ist die älteste Luft- und Raumfahrtausstellung der Welt, deren Partnerland in diesem Jahr Frankreich sein wird.

Termine

Am 5. Mai 2018 wird die amerikanische Mars-Mission der NASA starten, an der das DLR beteiligt ist. Die Sonde wird erst Ende des Jahres am Mars ankommen und wertvolle Daten liefern.

Der größte Weltraumkongress, weltweit der International Astronautical Congress IAC, wird vom 1. bis 5. Oktober 2018 in Bremerhaven mit rund 5.000 Experten aus der Raumfahrt stattfinden. Dort werden unter anderem die Ergebnisse der Experimente von Alexander Gerst vorgestellt werden.

Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press

Edelgard Richter by ReiseTravel.euEdelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern

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