Berlin

Die deutsche Bauindustrie blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück, denn der Bauaufschwung in Deutschland hat sich fortgesetzt.

Aufschwung: Auch das Jahr 2019 wird besser als zunächst erwartet, erklärte Peter Hübner, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. Der Auftragseingang legte 2018 gegenüber dem bereits hohen Niveau des Vorjahres um 10 Prozent zu. Im ersten Quartal 2019 war es sogar ein Plus von rund 14 Prozent.

2018 wurden 286.000 Wohnungen erstellt; für 2019 wird mit 300.000 Einheiten gerechnet. Allerdings wird die politische Vorgabe von 375.000 Wohnungen damit verfehlt. Das als Fördermaßnahme gedachte Baukindergeld hat bisher noch keine Auswirkungen gehabt.

Um der Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum nachkommen zu können, setzt die Bauwirtschaft in Zukunft verstärkt auf die serielle Bauweise. Damit verringert sich der Planungsaufwand und die Produktivität und Qualität werden erhöht. Schließlich haben sich die Preise für Baustoffe und Baumaterialien seit Januar 2016 erhöht; bei Betonstahl um 44 Prozent und für Bitumen im Straßenbau haben sie sich sogar verdoppelt. Auch die Erhöhung der Tariflöhne in 2018 um 5,7 Prozent schlägt in der lohnkostenintensiven Branche zu Buche.

Bund, Länder und Gemeinden haben die durch die stark steigenden Steuereinnahmen verbesserte Haushaltslage genutzt um ihr Investitionsvolumen zu erhöhen. Insbesondere der Bund hat seine Investitionen bzw. Investitionszuschüsse in Bundesfernstraßen, Bundeswasserstraßen und andere Verkehrsstrukturmaß-nahmen erhöht. Die Baugenehmigungen im Hochbau stiegen bei öffentlichen Bauten 2018 um 12,8 Prozent; im ersten Quartal 2019 um 7,5 Prozent. Der Auftragseingang im öffentlichen Bau einschließlich Tiefbau stieg im Vorjahr um 5,9 Prozent; im ersten Quartal 2019 sogar um 15,6 Prozent.

Um den gestiegenen Anforderungen nachkommen zu können, soll die Zahl der Beschäftigten in diesem Jahr um rund 20.000 auf 857.000 erhöht werden. Allerdings muss dabei auf den europäischen Bauarbeitsmarkt zurückgegriffen werden. Um Auftragsspitzen abzufedern, setzen deutsche Bauunternehmen ausländische Subunternehmer ein. Die Zahl der von ausländischen Bauunternehmen auf dem deutschen Baumarkt entsandten Bauarbeiter hat sich von 2009 bis 2018 verdoppelt; auf knapp 100.000.

2018 hat die Baubranche – gegen den allgemeinen Trend – die Zahl der Auszubildenden im 1.Lehrjahr um 8,6 Prozent erhöhen können. Von 2008 bis 2017 hat sich die Zahl der Absolventen des Studiengangs Bauingenieurwesen auf nahezu 11.000 mehr als verdoppelt.

Auch die Digitalisierung ist ein wichtiges Thema bei den Bauunternehmen. Digitalisierung, Globalisierung, Vernetzung und Mobilität verändern die Baubranche. Die Digitalisierung ist eine Aufgabe für alle Beteiligten, denn damit wird die gesamte Wertschöpfungskette beim Bau erfasst. Mit den bereits vorhandenen Daten können Ressourcen geschont und die Wirtschaftlichkeit erhöht werden. Es werden nicht nur die Prozesse im Bauwesen, sondern auch die Form der Zusammenarbeit verändert. Eine erfolgreiche Digitalisierung wird nur gelingen, wenn Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen diese akzeptieren. Deshalb steht die Vermittlung digitaler Kompetenzen bei der Aus- und Weiterbildung im Vordergrund. Langfristig wird damit die Wettbewerbsfähigkeit gesichert.

Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press

Edelgard Richter by ReiseTravel.euEdelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern

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