Berlin

Es ist ja natürlich, dass halb leere Flugzeuge niemanden erfreuen

Russland Botschaft Berlin: Zahlreiche Tourismusfirmen aus St. Petersburg präsentieren ihre Offerten in Berlin, mit dem Ziel: Touristen aus Deutschland zu einer Reise nach Russland zu locken. Unterschiedliche Hotels stellten sich vor und diverse Incoming Agenturen unterbreiteten Offerten. Zur Roadshow gekommen waren Deutsche Reiseveranstalter, die bemüht sind Touristen, nicht nur nach St. Petersburg zu senden.

Allerdings bestehen seit einiger Zeit politische Spannungen zwischen Deutschland und Russland. Mit der Folge: Auch der Tourismus stagniert!

Wladimir Michajlowitsch Grinin, Russischer Botschafter in er Bundesrepublik, begrüßte die Touristiker aus beiden Ländern. Dann benannte er alle bestehenden Differenzen und Probleme die aktuell zwischen Russland und Deutschland bestehen.

Der Botschafter zeigte sich enttäuscht darüber, dass 23 Prozent weniger russische Gäste bisher Deutschland besucht haben als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 10 Prozent weniger Deutsche haben in der gleichen Zeit Russland besucht. Trauriger Höhepunkt sei die Streichung der Flüge von Air Berlin im Sommer gewesen. Seit diesem Zeitpunkt finden keine Flüge mehr nach St. Petersburg statt.

„Es ist ja natürlich, dass halb leere Flugzeuge niemanden erfreuen.“ Dabei haben „gerade Gäste aus Deutschland sehr großes Interesse an Russland und speziell St. Petersburg.“ Schließlich hat die Stadt mit 500 Brücken mehr Brücken anzubieten als Venedig. Nicht von ungefähr spricht man vom „Venedig des Ostens.“

Der Diplomat sprach auch an, momentan fände „sehr viel Anti-Werbung statt gegen Urlaubsreisen nach Russland. Dabei ist es doch gerade der Tourismus, der Menschen zueinander führt und Brücken baut. Tourismus ist Völkerverständigung und schafft zwischenmenschliches Vertrauen.“ Daher möchte man in Deutschland verstärkt ein ehrliches Bild über das Reiseland Russland darstellen. Aus diesem Grunde habe man Anfang Oktober 2015 ein spezielles Informationsbüro, das ausschließlich Tourismusexperten und Medienvertretern zur Verfügung steht, gegründet. Es trägt den Namen „VisitRussia“ und erfreut sich bereits großer Beliebtheit. 

Maket Rossia: Alle Städte und Gebiete Russlands sind auf einen Model abgebildet. Beim Besuch gibt es keinen Anfang und kein Ende. Der Besucher kann immer wieder erneut seinen Rundgang starten Market Rossia

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Allein St. Petersburg kann seinen Gästen aus aller Welt 6.000 Cafes und Restaurants anbieten. Zahlreiche Gebäude gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO. Einen besonderen Schub erhofft sich die russische Tourismusindustrie von zwei kommenden Ereignissen. Im Jahre 2016 findet die Weltmeisterschaft im Eishockey in Russland statt. Zwei Jahre später dann die Fußball-Weltmeisterschaft.

ReiseTravel Fact: Eine diplomatische Eiszeit zwischen den Völkern ist niemals angenehm. Ein Sprichwort lautet: „Einmal sehen ist besser als 1.000 Mal hören“, eine Reise in das „Venedig des Ostens“ ist immer eine touristische Option für Gäste gerade aus dem deutschsprachigen Raum. Es darf ja auch mal daran erinnert werden, das faschistische Deutschland hat der Stadt, die damals Leningrad hieß, sehr viel Leid zugefügt. Hitler wollte die Stadt aushungern lassen. Genaue Todeszahlen der damaligen sowjetischen Bevölkerung gibt es nicht. Nach heutigen Schätzungen waren es rund eine Million Menschen aus dem heutigen St. Petersburg, die dem NS-Wahnsinn und seinem Terror zum Opfer fielen. www.visit-petersburg.ru

Von Volker T. Neef.  

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