Berlin

Weltrekord beim BMW Berlin Marathon 2014

Berlin, wir laufen in Berlin: Bei schönstem Herbstwetter startete der 41. BMW Berlin Marathon am 28. September 2014 in Berlin, den der 39jährige Keniaer Dennis Kimetto mit einer Zeit von 2:02:57 Stunden gewann. Das ist Weltrekord und damit die erste Zeit unter 2:03 Stunden über die klassische Distanz von 42,195 km.

Es ist bereits der zehnte Weltrekord in der Geschichte des größten deutschen Marathonlaufs, so oft wie bei keinem anderen Marathon in der Welt. Schon vor Beginn hatte der Sieger erklärt: „Ich bin fit. Und wenn das Wetter paßt und die Tempomacher machen gute Arbeit, dann ist der Weltrekord möglich für mich“.  Mit der Zeit von 2:02:57 erreichte Kimetto das Ziel und war damit 26 Sekunden schneller als sein Landsmann Wilson Kipsang bei dessen Weltrekord vor einem Jahr an gleicher Stelle.  Nach dem Rennen sagte Kimetto: „Ich war zuversichtlich bezüglich des Weltrekordes – vor dem Rennen und auch während des Rennens. Vielleicht kann ich diese Zeit auch nochmals verbessern. Ich freue mich riesig, gewonnen und den Weltrekord gebrochen zu haben“. Bereits vor einem Jahr steigerte sich Kimetto als Sieger des Bank of America Chicago Marathons auf 2:03:45 Stunden und lag damit nur 22 Sekunden über dem damaligen Weltrekord.

Bester deutscher Läufer Falk Cierpinski

Auch der Zweitplatzierte Emmanuel Mutai, ebenfalls aus Kenia, blieb mit 2:03:13 Stunden noch unter zehn Sekunden unter der bisherigen Bestmarke, die der Kenianer Wilson Kipsang mit 2:03:23 vor einem Jahr in Berlin aufgestellt hatte. Mit einer fünfköpfigen Spitzengruppe erreichte Mutai die Halbmarathonmarke in 61:45 Minuten. Als unmittelbar vor der 30-km-Marke die beiden Tempomacher aus dem Rennen gingen, forcierte Emmanual Mutai das Tempo. Er lag zu diesem Zeitpunkt an der Spitze der Gruppe. Nach dem Rennen sagte Mutai: „Meine Kondition war gut und ich habe versucht, um den ersten Platz zu kämpfen und das Tempo zu steigern, aber der andere war stärker. Ich bin trotzdem mit meiner Leistung sehr zufrieden“. Mutai ist sicher, dass er seine persönliche Bestzeit noch unterbieten kann, um Weltrekord zu laufen.

Dritter wurde der Äthiopier Abera Kuma mit 2:05:56, der eine gute Leistung gezeigt hat.  Als bester deutscher Läufer kam Falk Cierpinski (SG Spergau) auf Rang 19 in 2:17:25 Stunden ins Ziel.  „Ich hatte eine Reihe von Verletzungen und konnte nur zehn bis zwölf Wochen am Stück trainieren – es war dann heute ein Kampf in der zweiten Streckenhälfte,“ sagte er.

Große Hoffnungen hatte auch der Kenianer Geoffrey Kamworor. Der erst 22jährige startete bereits zum dritten Mal in Folge beim BMW Berlin Marathon. Vor zwei Jahren stellte er bei seinem Marathondebüt mit 2:06:12 als Dritter seine Bestzeit auf. 2013 kam er erneut auf den dritten Platz. Im Frühjahr wurde er Halbmarathon-Weltmeister in Kopenhagen. „Berlin ist für mich wie ein Zuhause. Nach meinem WM-Sieg bin ich sehr optimistisch für den Marathon. Mein Ziel ist es immer, zu gewinnen“, sagte er am Tag vor dem Rennen. Das ist ihm leider nicht gelungen.

Eine Jahresbestzeit gab es bei den Frauen: Die Äthiopierin Tirfi Tsegaye gewann in 2:20:18 Stunden und unterbot die bisherige Topzeit der London Marathon-Siegerin Edna Kiplagat (Kenia)  um drei Sekunden. Rang zwei belegte ihre Landsfrau und Trainingspartnerin Fayse Tadese in 2:20:27. Als dritte folgte Shalane Flanagan, die mit 2:21:14 Stunden den avisierten US-Rekord  von 2:19:36 zwar verpasste, jedoch eine persönliche Bestzeit erreichte. Einen persönlichen Rekord lief auch Anna Hahner (Gengenbach), die als Siebente und damit beste Deutsche 2:26:44 Stunden erreichte. Außerdem gab es einen Südamerika-Rekord: Ines Melchor (Peru) verbesserte als Achte ihre eigene Bestmarke auf 2:26:48 Stunden.

Zwei fantastische neue Streckenrekorde wurden beim Inlineskating aufgestellt: Der Belgier Bart Swings benötigte lediglich 58:10 Minuten und bei den Frauen stellte Manon Kamminga aus den Niederlanden mit ihrer Zeit von 1:07:44 Stunden eine neue Bestzeit auf. Beide Skater gewannen das Rennen auch schon im Jahr 2013. Bei strahlendem Sonnenschein feierten 5.652 gemeldete Inlineskater ein Fest auf Rollen.

Jetze Plat aus den Niederlanden und Christiane Reppe aus Dresden gewannen das Rennen der Handbiker im Rahmen des 41. BMW Berlin Marathons. Der Niederländer kam mit 1:03:37 Stunden ins Ziel, der in diesem Jahr bereits mehr als 15.000 Trainingskilometer im Handbike zurückgelegt hat und die Europameisterschaften im Triathlon gewann. Christiane Reppe stellte mit 1:10:23 Stunden einen neuen Streckenrekord bei den Frauen auf.  Sie ist seit ihrem 12. Lebensjahr Leistungssportlerin und nahm als Schwimmerin bei den Paralympics in Athen, Peking und London teil.

Auch bei den Rennrollstuhlfahrern gab es einen Überraschungssieg: Der Japaner Kota Hokinoue kam in 1:32:25 Stunden vor dem Schweizer Seriensieger Heinz Frei ins Ziel.  „Das war mein erstes Rennen in Berlin. Die Zuschauer haben mich mit ihrer Euphorie ins Ziel getragen. Ich komme wieder,“ sagte er.  Bei Heinz Frei hatte sich während des Rennens eine Radschraube gelockert, sodass er seine Siegesserie nicht fortsetzen konnte Frei kam in 1:36:12 Stunden vor dem Schweizer Tobias Lötscher (1:37:21) ins Ziel. Bei den Damen siegte Shelly Woods aus Großbritannien in 1:42:02 Stunden.

Bei bestem Marathon-Wetter mit viel Sonnenschein und ohne Wind ging der schnellste Marathon der Welt zu Ende. 74.000 Athleten hatten sich beworben, 40.000 Läufer aus 130 Nationen konnten teilnehmen. Allein aus Mexiko, Brasilien und Dänemark waren Gruppen von jeweils 500 Teilnehmern gekommen. Berlin ist und bleibt die schnellste Marathonstrecke.

Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press

Edelgard Richter ReiseTravel.euEdelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern.

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