Seoul

Den neuen Rio des koreanischen Autobauers gibt es in vier Ausführungen und sechs Motorisierungen mit einer erweiterten Motorenpalette: Kia!

Die Zahlen sprechen für sich: Kia ist in den letzten Jahren rasant gewachsen, hat in Deutschland in dieser Zeit die Zulassungen um 65 Prozent nach oben gepowert, 2016 erstmals in der Republik über 60.000 Auto verkauft. Und der Trend soll weiter nach oben zeigen, man will in den nächsten vier Jahren 22 neue Modelle auf den Markt bringen. Wie jetzt den neuen Kia Rio, der seit kurzem beim Händler bereit steht. Wir durften bei Testfahrten in Portugal seine Qualitäten und Vorzüge kennenlernen, waren insgesamt positiv beeindruckt.

Kia Rio by ReiseTravel.eu

Kia Rio

Autotest in Lissabon: In der vierten Generation im B-Segment hat der im Jahr 2000 erstmals im Straßenverkehr fahrende Rio an Charakter gewonnen, ist markanter, moderner und sportlicher geworden. Schärfere Linien, eine längere Motorhaube und eine muskulöse Front zeichnen ihn aus. Und er ist gegenüber dem Vorgänger leicht gewachsen. Vor allem das Gepäckabteil kann sich sehen lassen mit einem Plus um 13 Prozent auf nun 325 Liter, durch das Umklappen der geteilten Rücksitzlehne lässt sich das Fassungsvermögen auf bis zu 980 Liter erweitern. Eine breitere Öffnung der Heckklappe und eine niedrigere Ladekante erleichtern das Be- und Entladen, den herausnehmbaren Gepäckraumboden empfanden wir als praktische Neuerung.

Den neuen Rio des koreanischen Autobauers gibt es in vier Ausführungen und sechs Motorisierungen mit einer erweiterten Motorenpalette. Zur Verfügung stehen jetzt vier Benziner und zwei Diesel. Wir wollten das näher kennenlernen, schnappten uns zuerst den 1,0-Liter-Turbobenziner-Direkteinspritzer (T-GDI) , einen Dreizylinder mit 100 PS. Der neue Motor begeisterte uns, erwies sich als anzugsstark und für einen „Kleinwagen“ erstaunlich robust. Mal kurz auf das Gaspedal getreten und er reagierte prompt. Trotz der vielen Serpentinen im Lissaboner Vorgebirge fuhren wir entspannt, genossen die wirklich gute Frontsicht, hatten genügend Kopf-und Beinfreiheit. Der Rio ließ vergessen, dass wir „nur“ im B-Segment unterwegs waren. Die Federung straff, aber nicht zu hart, Fahrbahnunebenheiten schluckte er problemlos.

Was uns noch gefiel: Die direkte Lenkung und das agile Handling, sauber trug uns der Rio durch alle Kurven. Ordentlich auch der niedrige Geräuschpegel, das leicht zu dirigierende Fünfgang-Schaltgetriebe, wir fühlten uns auf Landstraßen und Autobahn gleichermaßen und schnell wohl. Den Verbrauch von 4,5 Liter auf 100 Kilometer laut Werksangaben war bei unserer etwas zügigen Fahrweise nicht zu halten, er lag deutlich drüber. Bei später mehr Mäßigung kamen wir den Vorgaben jedoch ziemlich nahe. Auch die Spitzengeschwindigkeit von 186 km/h ist respektabel.

Dann mit dem ökonomischen 1,4 l CRDi mit 90 PS und Sechsgang-Schaltgetriebe unterwegs, der laut Werksangaben 3,8 Liter auf 100 Kilometer benötigt. Auch dieser Diesel erfüllte unsere Erwartungen. Man hat nun die Qual der Wahl, da man sich noch zwischen einem 1,2 l mit 84 PS, einem 1,4 l (99 PS, auch mit Automatik) und einem 1,4 CRDi mit 77 PS entscheiden kann. Alle haben serienmäßig Spurhalteassistenten und Notbremsassistent mit Fußgänger-Erkennung, selbstverständlich ist das 7-Jahre-Kia-Qualitätsversprechen, das für diesen Zeitraum Herstellergarantie, Mobilitätsgarantie und ein Navigationskarten-Update beinhaltet.  Sicherlich ein echter Anreiz zum Kauf.

Die Preise beginnen bei 11.690 Euro und enden in der besten Ausführung beim „Platinum Edition“, wofür 21.290 Euro locker zu machen sind. Die Kraft der Rio-Modelle reicht bis 120 PS.

ReiseTravel Fact: Kia Deutschland-Geschäftsführer Steffen Cost stand bei den Test Drives die Freude über das bisher Erreichte ins Gesicht geschrieben. „Wir wollen weiter kontinuierlich unseren Weg nach oben gehen“, merkte er an, ohne aber zu verhehlen, dass die Marke Kia trotz der 401 Vertrags-Standorte in Deutschland noch besser wahrgenommen werden müsse. Er bezeichnet den neuen Rio als ein Fahrzeug, das schon in der Einstiegsversion sehr gut ausgestattet ist mit Liebe zum Detail. „Die jüngere Generation ab Führerscheinneuling soll mit dem Rio genau so angesprochen werden wie Ältere, deren Kinder aus dem Haus sind“, gibt Cost die Richtung vor. Da sei das B-Segment gerade richtig. Er erwarte einen Absatzsprung von zehn Prozent.

Ein Beitrag mit Foto für ReiseTravel von Horst Wunner.

Horst Wunner ReiseTravel.euUnser Autor arbeitet als Journalist und lebt in Altenplos in Bayern.

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Enthüllung Kia Picanto Frankfurt: Chic schaut er aus, der neue Kia Picanto, der Kleinste des koreanischen Autobauers. Er präsentierte sich bei der „Enthüllung“ im Kia-Europacenter in Frankfurt als verheißungsvoller Hingucker. Erste Sitzproben nehmen und die Details aus der Nähe betrachten durften wir, am Liebsten hätten wir jedoch den Startknopf gedrückt und wären losgefahren. So viel Spirit gab er uns, weckte die Lust, besonders den neuen 1,0 Liter-Turbobenziner kennen zu lernen. Da freuen wir uns schon auf die ersten Testfahren.

Der Kia Picanto in der dritten Modellgeneration besticht durch gelungenes Design, die Sportausführung GT Line weckte unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. Denn mit seiner schnittigen Form und den 100 PS als kraftvollster Motor in der Antriebspalette des Kleinwagens hat er das Zeug in sich für Furore zu sorgen: Mit den Sportstoßfängern vorn und hinten, einem Doppelrohrauspuff, sowie den Farbakzenten in Rot, Silber und Schwarz entsprechend abgesetzt zur Karosseriefarbe an Kühlergrill, den seitlichen Lufteinlässen, Seitenschwellern und der Heckschürze. Es ist zwar eine Annahme, aber nicht unberechtigt: Besonders die Frauen werden ihn lieben, als Stadtauto nutzen und ebenso mit ihm über Land fahren.

Die Motorenpalette des neuen Picanto umfasst drei Benziner inklusive des bereits genannten turboaufgeladenen Direkteinspritzers (der 1,0-Liter-Sauger leistet 67 PS, der 1,2-Liter bringt es auf 84 PS). Und was noch beim Käufer punkten wird: Mit 255 Litern gibt  es ein deutliches Mehr an Gepäckraum, der Picanto liegt so im Kleinwagen-Segment im Spitzenbereich.. Auch der bisherige Dreitürer gehört in Deutschland der Vergangenheit an, alle stehen hier als Fünftürer zur Verfügung. Kia-Produktmanager Christian Spätling meinte bei der Vorstellung: „Der kleinere Bruder des Rio ist deutlich erwachsener und komfortabler geworden“.

Ein bisschen Zeit zum Kaufentscheid hat man noch, weil die Markteinführung im zweiten Quartal 2017 (der 1,0 Liter -GDI im vierten Quartal) vorgesehen ist. Bis dahin sollte man ihn aber im Auge behalten. Die ersten Test-Drives werden nähere Aufschlüsse über das Handling und die Fahrleistungen geben, wir informieren die User rechtzeitig.

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